{"id":96,"date":"2000-09-20T07:36:52","date_gmt":"2000-09-20T05:36:52","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=96"},"modified":"2000-09-20T07:36:52","modified_gmt":"2000-09-20T05:36:52","slug":"gesucht-das-richtige-medikament-die-richtige-dosis-der-richtige-umgang-damit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=96","title":{"rendered":"Gesucht: das richtige Medikament &#8211; die richtige Dosis, der richtige Umgang damit"},"content":{"rendered":"<p><b>Psychoseseminar am 20. Sept. 2000<\/b><\/p>\n<p><b>Ablauf:<\/b><\/p>\n<p>Begr\u00fcssung<\/p>\n<p>leere Medikamenten\u2014Schachteln liegen in der Mitte des Kreises auf wei\u00dfer Papiertischdecke<\/p>\n<ul>\n<li>Anregung, sich von den Schachteln inspirieren zu lassen, sich eine oder mehrerer davon zu nehmen, \u00fcber die es was zu sagen gibt.<\/li>\n<li>Austausch von Erlebnissen\/Erfahrungen mit den Mediakamenten &#8211; bei Bedarf Vorgabe durch Mitglieder der Vorbereitungsgruppe<\/li>\n<\/ul>\n<p>P a u s e (je nach Gespr\u00e4chsverlauf)<\/p>\n<p>Verabschiedung<\/p>\n<p><b>Einige \u00dcberlegungen zum Thema:<\/b><\/p>\n<p>Fragestellungen, die uns leiten k\u00f6nnten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie finde ich das richtige Medikament?<\/li>\n<li>Welche Bedeutung hat das Verh\u00e4ltnis zum Arzt dabei?<\/li>\n<li>Welche Faktoren bedingen den Umgang mit dem Medikament?<\/li>\n<li>Gibt es unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen, die sich auf die Dosierung auswirken k\u00f6nnen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Material usw. mitnehmen:<\/p>\n<ul>\n<li>B\u00fccher<\/li>\n<li>Schachteln und Papierdecke<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anlage zum Psychoseseminar am 20.09.2000<\/p>\n<p>Erfahrungsbericht<\/p>\n<p>Seit 14 Jahren bekomme ich nun schon konstant Medikamente und ich denke zum Gl\u00fcck waren auch zwei der neueren Generation dabei. Meiner Meinung nach ist es auch f\u00fcr den Arzt eine Art Lotteriespiel, weil auch er ausprobiert und nicht vorher wissen kann, wer was wie gut vertr\u00e4gt. Au\u00dferdem glaube ich, hat jeder Arzt so seine Vorlieben, was er gerne verschreibt.<\/p>\n<p>Bei meiner ersten Dauermedikamention Fluanxol depot 2%ig lebte ich wie unter einer K\u00e4seglocke. Nichts ber\u00fchrte mich noch und fast alles lie\u00df mich kalt. Zudem verbrachte ich jede freie Minute in der Horizontalen (im Bett liegen).<\/p>\n<p>Nach sechs Jahren, w\u00e4hrend meiner Umschulung, brauchte ich zus\u00e4tzlich noch 2 andere Tabletten (Meleril + Truxal) und hatte trotzdem noch Symtome die mich schwer mitnahmen und nervten.<\/p>\n<p>Danach war ich ca. 4 Jahre auf Leponex eingestellt, was schon mehr von meinem ich und meiner Person \u00fcbrig lie\u00df. Aber je nach Dosis macht es doch sehr m\u00fcde und antriebslos. F\u00fcr mich bedeutete dieses Medikament trotzdem einen Fortschritt, konnte ich doch endlich wieder symtomfrei leben.<\/p>\n<p>Dann lernte ich noch ein neueres Medikament Serdolect f\u00fcr ein halbes Jahr kennen, womit ich mich zwar sehr wohl f\u00fchlte, aber der Schutz vor einem neuen Schub nicht gen\u00fcgent gew\u00e4hrleistet war.<\/p>\n<p>Mit meinem heutigen Zyprexa bin ich sehr zufrieden, weil es noch viel von meinem Ich &#8211; Gef\u00fchl \u00fcbrig l\u00e4\u00dft und ich trotzdem stabil bleibe und es mir so ganz gut geht. Au\u00dferdem habe ich fast keine Nebenwirkungen.<\/p>\n<p>Wenn ich daran denke, dass ich den Namen meines jetztigen Medikaments nur erfuhr, weil ich eine Mitpatientin danach fragte (Ich sah ja wie sie auf mich wirkte und wie es ihr ging), m\u00f6chte ich meinen medikament\u00f6sen Weg weniger als Suche, sondern mehr als Odysse bezeichenen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychoseseminar am 20. 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