{"id":312,"date":"2014-06-18T19:33:16","date_gmt":"2014-06-18T17:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=312"},"modified":"2014-06-18T19:33:16","modified_gmt":"2014-06-18T17:33:16","slug":"einbeziehung-von-angehoerigen-in-die-behandlung-wie-geht-das","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=312","title":{"rendered":"Einbeziehung von Angeh\u00f6rigen in die Behandlung &#8211; wie geht das?"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll des Psychoseseminars vom 18. Juni 2014 von 19.00 \u2013 21:15 Uhr<\/b><\/p>\n<p>Moderation und Protokoll: Frau Dangel<\/p>\n<p><b>Einstieg:<\/b><\/p>\n<p>Wir beginnen mit der Frage: \u201eWelche Erfahrungen haben Sie als Betroffene, Angeh\u00f6rige\/r und Fachkraft mit der Einbeziehung in die Behandlung gemacht?\u201c Was war gut, was war nicht gut?<\/p>\n<p>Die Erfahrungen werden auf Karten geschrieben, vorgestellt und auf dem Boden zugeordnet. (Auf dem Boden liegen eine Pluskarte und eine Minuskarte.)<\/p>\n<p><b>Positive Nennungen sind:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>(es gibt heute mehr) Verst\u00e4ndnis hinsichtlich der Erkrankung und besseren Umgang mit Betroffenen<\/li>\n<li>Wenn es mir als Angeh\u00f6rige gut geht, geht es auch meinem Mann gut (oder zumindest besser), d.h. Hilfe f\u00fcr Angeh\u00f6rige ist sinnvoll<\/li>\n<li>Missverst\u00e4ndnisse k\u00f6nnen aufgekl\u00e4rt werden<\/li>\n<li>Mitwirkung an der Therapie und totale Unterst\u00fctzung des Klienten<\/li>\n<li>Paargespr\u00e4ch \/ Paartherapie<\/li>\n<li>Motivation der Betroffenen zur Therapie seitens der Angeh\u00f6rigen kann hilfreich sein<\/li>\n<li>Behandlungsvertrag f\u00fcr Angeh\u00f6rige und Betroffene abschlie\u00dfen<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rigengespr\u00e4che, Angeh\u00f6rige \u201eins Boot holen\u201c,<\/li>\n<li>Erst im letzten Jahr wird Wert auf mehr Einbeziehung der Angeh\u00f6rigen gelegt. Sehr gut: Gespr\u00e4che beim Facharzt mit allen Beteiligten<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung seitens der Angeh\u00f6rigen in den Bereichen: Alltagsbew\u00e4ltigung, Arztbesuche, (weitere) station\u00e4re Behandlung<\/li>\n<li>Sozialisierung\u2026\u201c(Betroffene) ins normale Leben mitnehmen\u201c<\/li>\n<li>Stabilisierung im Leben der Betroffenen (Beziehung Eltern \u2013 Kinder Verh\u00e4ltnisse)<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Negative Nennungen sind:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Mein Gef\u00fchl (ganz oft): Wurde ausgequetscht von den \u00c4rzten und dann weggeschickt<\/li>\n<li>Beim Besuch in der Klinik wurde nur gefragt: Wer sind Sie, wen m\u00f6chten sie besuchen?<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rigen nehmen den Kranken manchmal falsch wahr<\/li>\n<li>F\u00fchle mich falsch verstanden, finde Gespr\u00e4che mit \u00c4rzten schwierig<\/li>\n<li>Schwierig, wenn die Betroffenen \u00fcber 18 Jahre sind. Sie entscheiden dann selber<\/li>\n<li>Unverst\u00e4ndnis<\/li>\n<li>Schuld, Hilflosigkeit, Verbitterung &gt; Angeh\u00f6rige werden selber zu Patienten<\/li>\n<li>Vorw\u00fcrfe, Wut<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige sind unsicher, hilflos<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige haben gro\u00dfe Sorge um ihre Betroffenen<\/li>\n<li>Zu meinem erkrankten Neffen finde ich keinen Zugang<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Neutral:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Es sind seltener Angeh\u00f6rige in der Beratung<\/li>\n<li>Therapie auch f\u00fcr Angeh\u00f6rige ist manchmal sinnvoll<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige brauchen Informationen (\u00fcber den Verlauf der Erkrankung)<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige brauchen Unterst\u00fctzung f\u00fcr sich selber<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige k\u00f6nnten \u201e\u00dcbersetzter\u201c f\u00fcr ihre Betroffenen sein \u2013 sie kennen diese gut<\/li>\n<li>Mein Neffe f\u00fchlt sich sehr einsam, er kann aber nicht unter Menschen gehen, schon gar nicht in geschlossenen R\u00e4umen<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Nach der Pause wird an der Flipchard festgehalten: \u201e Was brauchen Betroffene, Angeh\u00f6rige, Fachleute f\u00fcr eine \u201egemeinsame\u201c Behandlung? Welche Methoden helfen? Gibt es noch unbekannte Hilfen?<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Behandlungsvereinbarung mit Betroffenen und Angeh\u00f6rigen abschlie\u00dfen<\/li>\n<li>Selbsthilfe f\u00fcr Angeh\u00f6rige nutzen<\/li>\n<li>Psychoseseminar \u2013 Austausch auf Augenh\u00f6he mit Erkrankten, Fachleuten und Angeh\u00f6rigen<\/li>\n<li>Lebensfreude ist wichtig!<\/li>\n<li>Aufkl\u00e4rung (Fachstellen, B\u00fccher)<\/li>\n<li>Psychoedukation \u2013 an Seminaren teilnehmen, die \u00fcber Erkrankung aufkl\u00e4ren<\/li>\n<li>Aufkl\u00e4rung der Kinder (Trampolin Projekt LVR Klinik D\u00fcren)<\/li>\n<li>Schweigepflichtentbindung von Betroffenen f\u00fcr Angeh\u00f6rige<\/li>\n<li>Psychotherapie f\u00fcr Angeh\u00f6rige<\/li>\n<li>Alltagstraining f\u00fcr Betroffene und Angeh\u00f6rige (Wie gehe ich mit der Erkrankung um?)<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige d\u00fcrfen sich nicht benutzen lassen, m\u00fcssen sich abgrenzen und etwas f\u00fcr sich tun.<\/li>\n<li>Radikale Akzeptanz (ist das Gegenteil von Wollen &gt; es ist die Bereitschaft sich gegen Schmerz aufzulehnen, ihn zu bek\u00e4mpfen. Daf\u00fcr muss der Schmerz; die Erkrankung zun\u00e4chst einmal akzeptiert werden) &gt; aus der Dialektischen Behavoiralen Therapie &gt; u. a. Vermitteln von Techniken zur besseren Wahrnehmung, Bewusstsein im Alltag zu gewinnen und Gef\u00fchle und Verstand in Einklang bringen.<\/li>\n<li>Home \u2013 Treadment: (Betroffene werden im h\u00e4uslichen Umfeld behandelt; ein Team aus \u00c4rzten und Helfern unterst\u00fctzt die Betroffenen und Angeh\u00f6rigen &gt; z. B. In Gangelt, Maria Hilf und Krefeld, Alexianer<\/li>\n<li>Soteria \u2013 Haus, z.B. in Gangelt, Maria Hilf: Psychose- Erkrankte werden in einem offenen Rahmen begleitet, mit Bezugsbetreuern, Fach\u00e4rzten und weiteren Helfern, Medikamenteneinnahme wird mit den Erkrankten besprochen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><b>Abschlussrunde:<\/b> Ein Stein wird in die Runde gegeben mit der Frage: Was hat Ihnen diese Veranstaltung gebracht (was nehmen Sie mit? Was lassen Sie hier?) Verabschiedung.<\/p>\n<p>Das Psychoseseminar geht in die Sommerpause. Im September geht es weiter. Die neuen Termine werden sp\u00e4testens im August ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 18. Juni 2014 von 19.00 \u2013 21:15 Uhr Moderation und Protokoll: Frau Dangel Einstieg: Wir beginnen mit der Frage: \u201eWelche Erfahrungen haben Sie als Betroffene, Angeh\u00f6rige\/r und Fachkraft mit der Einbeziehung in die Behandlung gemacht?\u201c Was war gut, was war nicht gut? 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