{"id":290,"date":"2012-12-19T18:53:39","date_gmt":"2012-12-19T16:53:39","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=290"},"modified":"2012-12-19T18:53:39","modified_gmt":"2012-12-19T16:53:39","slug":"was-kann-ich-tun-damit-ich-in-der-erkrankung-verstanden-werde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=290","title":{"rendered":"Was kann ich tun, damit ich in der Erkrankung verstanden werde?"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll des Psychoseseminars vom 19. Dezember 2012 von 19.00 \u2013 20:45 Uhr<\/b><\/p>\n<p>Moderation und Protokoll: Frau Dangel<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums und Frau Bos \u2013 Nikolai, Seelsorgerin in der LVR \u2013 Klinik.<\/p>\n<p>Es wird das Psychoseseminar vorgestellt und Hintergr\u00fcnde dazu erl\u00e4utert. Herr Schmidt weist darauf hin, dass alle Anwesenden Themenvorschl\u00e4ge f\u00fcr 2013 machen k\u00f6nnen und dass es im Internet eine Themensammlung gibt<\/p>\n<p><b>Der Einstieg<\/b> erfolgt mit der Frage, ob sich in dieser Runde Betroffene \/ r in der Erkrankung nicht verstanden f\u00fchlten bzw. ob Angeh\u00f6rige \/ r und Profi die \/ den Erkrankte \/ n in der Erkrankung nicht verstanden haben.<\/p>\n<p>Folgende Nennungen werden in Stichpunkten auf Karten gesammelt:<\/p>\n<ul>\n<li>Es gibt Medikamente anstatt Gespr\u00e4che.<\/li>\n<li>Fr\u00fcher wurde LSD zu Therapiezwecken eingesetzt.<\/li>\n<li>Hypnose kann sinnvoll sein.<\/li>\n<li>Die Erkenntnisse der Hirnforschung sollte in der Behandlung Ber\u00fccksichtigung finden.<\/li>\n<li>Sich verstehen erfolgt immer wechselseitig.<\/li>\n<li>Im akuten Schub wird im klinischen Bereich oftmals die Taktik der Ablenkung eingesetzt.<\/li>\n<li>Ausl\u00f6ser f\u00fcr Psychose kann auf Trauma in der Kindheit zur\u00fcck zu f\u00fchren sein.<\/li>\n<li>Medikamente haben im Schub geholfen.<\/li>\n<li>In der akuten Erkrankung ist die Artikulation durcheinander.<\/li>\n<li>Es passieren Fehler im Denken.<\/li>\n<li>Als Betroffener muss man sich sch\u00fctzen.<\/li>\n<li>In der akuten Erkrankung ver\u00e4ndern sich optische und akustische Wahrnehmungen. Die Ich \u2013 Grenze verschwindet.<\/li>\n<li>In der Atemtherapie kann man auch Ich \u2013Grenzen \u00fcberschreiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angeh\u00f6rige, Profis und Betroffene berichten von ihren Erlebnissen. Es stellen sich viele Fragen, wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Was tut dem Patienten \/ der Patientin im akuten Schub in der Klinik gut?<\/li>\n<li>Will er \/ sie \u00fcber die Wahrnehmungen sprechen?<\/li>\n<li>Ist es m\u00f6glich zu erkennen, ob jemand im Schub \u00fcber seine Psychose sprechen m\u00f6chte.<\/li>\n<li>Was verst\u00e4rkt die Angst?<\/li>\n<li>Wie geht man in der Klinik therapeutisch mit Psychosen um?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Festgestellt wird, dass es keinen K\u00f6nigsweg gibt. Die Empfindungen in der Erkrankung sind sehr individuell. Jede \/ r Erkrankte \/ r hat seine pers\u00f6nliche Geschichte. Manche w\u00fcnschen sich Ruhe, andere das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Nachfolgend wird er\u00f6rtert, was Betroffene und Profis tun k\u00f6nnen, um besser zu verstehen und verstanden zu werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Betroffene:\n<ul>\n<li>Betroffene m\u00fcssen sich sch\u00fctzten, z. B. nicht zu vielen Reizen ausgesetzt zu sein.<\/li>\n<li>Eine Konfontations \u2013 Therapie kann helfen.<\/li>\n<li>Betroffene sollen herausfinden, was ihnen gut tut.<\/li>\n<li>Sich helfen lassen ist wichtig.<\/li>\n<li>Sich ein neues soziales Netz aufbauen hilft neues Vertrauen zu finden.<\/li>\n<li>Selbsthilfegruppen wirken oftmals unterst\u00fctzend, auch wenn dort manche nicht immer den richtigen Ton im Umgang mit Erkrankten finden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Profis:\n<ul>\n<li>Sie m\u00fcssen Therapie- und Ausdrucksformen finden, die den Erkrankten gerecht werden.<\/li>\n<li>Es muss mehr Platz f\u00fcr Erkrankte in der Klinik und auch im Sozialraum geschaffen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach der <b>Pause<\/b>, die intensiv zum informellen Austausch genutzt wird, werden Themen gesammelt und festgehalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Angebote f\u00fcr Erkrankte au\u00dferhalb der Klinik.<\/li>\n<li>Ehrenamtliche Arbeit f\u00fcr psychisch Erkrankte Menschen &#8211; wie funktioniert das?<\/li>\n<li>In wie weit haben mir Medikamente geholfen \/ geschadet?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am Ende des Seminars wird auf die <b>Winterpause und das n\u00e4chste Seminar am: <\/b> 20. M\u00e4rz 2013 hingewiesen.<\/p>\n<p><b>Abschlussrunde:<\/b> Ein Stein wird in die Runde gegeben mit den Fragen: Was hat Ihnen diese Veranstaltung gebracht (Was nehmen Sie mit? Was lassen Sie hier?)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 19. Dezember 2012 von 19.00 \u2013 20:45 Uhr Moderation und Protokoll: Frau Dangel Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums und Frau Bos \u2013 Nikolai, Seelsorgerin in der LVR \u2013 Klinik. Es wird das Psychoseseminar vorgestellt und Hintergr\u00fcnde dazu erl\u00e4utert. 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