{"id":246,"date":"2010-04-21T17:40:50","date_gmt":"2010-04-21T15:40:50","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=246"},"modified":"2010-04-21T17:40:50","modified_gmt":"2010-04-21T15:40:50","slug":"was-bietet-eine-betreuung-in-der-psychose","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=246","title":{"rendered":"Was bietet eine Betreuung in der Psychose?"},"content":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 21.04.2010 von 19.00 \u2013 20.45 Uhr<\/p>\n<p>Protokollant\/in: Hr. Schmidt<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums sowie der anwesenden G\u00e4ste Fr. Engels, Fr. Schlagloth-Kley, Fr. Steffens-Overrat. Vorstellung des Psychoseseminars.<\/p>\n<p><b>Welche Erfahrungen haben Sie mit der Betreuung gemacht als Profi, Erfahrener oder Angh\u00f6riger? Von welchen Erfahrungen haben Sie geh\u00f6rt?<\/b><\/p>\n<p>Die G\u00e4ste schreiben jede Idee auf eine Karte.<\/p>\n[table &#8220;5&#8221; not found \/]<br \/>\n\n<p>Die Erfahrungen mit Betreuung sind \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltig, positiv wie negativ.<\/p>\n<p><b>Die Karten werden vorgelesen und die Diskussion kann beginnen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Betreuung durch Angeh\u00f6rige begleiten Emotionen<\/li>\n<li>N\u00fcchternheit der professioneller Betreuung<\/li>\n<li>Objektivit\u00e4t<\/li>\n<li>Familiensituation<\/li>\n<\/ul>\n<p>Pause<\/p>\n<p><b>Welche Betreuungsformen gibt es?<\/b><\/p>\n<p>Gesetzliche Betreuung &#8211; \u00e4rztliches Gutachten erforderlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Aufenthaltsbestimmung<\/li>\n<li>Gesundheit<\/li>\n<li>geschlossene Unterbringung<\/li>\n<li>unterbringungs\u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen<\/li>\n<li>Verm\u00f6gensrechtliche Unterst\u00fctzung und Beratung bei Finanzen<\/li>\n<li>Beh\u00f6rden-, Renten-, und Leistungstr\u00e4ger<\/li>\n<li>Wohnungsangelegenheit<\/li>\n<li>Postkontrolle (keine E-Mail Kontrolle)<\/li>\n<li>Sicherstellung der h\u00e4uslichen Versorgung<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung der elterlichen Sorge<\/li>\n<li>Vertretung in Erbsachen &#8211; eventuell Betriebswirt als Betreuung<\/li>\n<li>Strafsachen (Forensik) &#8211; Jurist als Betreuung<\/li>\n<li>Umgangsrecht<\/li>\n<\/ul>\n<p>1992 wurde die Amtsvormundschaft durch das heutige Betreuungsrecht ersetzt. Es finden mehre Gespr\u00e4che statt, bis eine Betreuungsperson eine Betreuung aufnimmt. Es soll Vertrauen aufgebaut werden und informiert werden. Der Wille des Betroffenen ist ma\u00dfgeblich. Die Lebensplanung soll besprochen werden. Die Betreuung ist zeitlich befristet, kann aber verl\u00e4ngert werden und das Aufgabenfeld ist festgelegt. Eine gesetzliche Betreuung kann es ab den 18. Lebensjahr geben, falls eine Selbst- oder Fremdgef\u00e4hrdung besteht. Wer nicht erkrankt ist, wird nicht betreut, wobei zur Sprache kam, in wie weit Unreife als Krankheit definiert wird. Es ist ein Betreuungswechsel m\u00f6glich, falls es Probleme gibt. Dazu muss man den Wunsch beim Amtsgericht \u00e4u\u00dfern. Die gesetzliche Betreuung hat viele M\u00f6glichkeiten, jedoch steht ein Betreuer &#8222;mit einem Bein im Knast&#8220;, falls bewusst oder durch Unkenntnis geltendes Recht gebrochen wird.<\/p>\n<p>Es wurde gesagt, dass bei Einweisungen in die Klinik durch die Betreuung es relativ selten durch Zwang per PsychKG geschieht sondern freiwillig. Auch das Vorurteil, betreute Menschen seien mehr kriminell, stimmt nicht.<\/p>\n<p>Es gibt ca. 1,3 Mio. gesetzlich betreute Menschen in Deutschland, D\u00fcren hat \u00fcberdurchschnittliche Zahlen.<\/p>\n<p>Die monatlich aufgebrachte und bewilligte Zeit f\u00fcr gesetzliche Betreute liegt bei 2 bis 7,5 Stunden.<\/p>\n<p><b>Dies bietet das BeWo (Betreutes Wohnen):<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Begleiten in der Klinik<\/li>\n<li>F\u00f6rdern der Freizeit<\/li>\n<li>Sozialarbeit<\/li>\n<li>Selbsthilfe<\/li>\n<li>Lebenspraktische Hilfe<\/li>\n<li>Wohnen<\/li>\n<li>Pflegen der soziale Kontakte<\/li>\n<li>Bewo Kontakte<\/li>\n<li>Freizeit und Verein<\/li>\n<li>Tagesstruktur<\/li>\n<li>Im geringen Umfang mit Finanzen zurechtkommen<\/li>\n<li>Moralische Unterst\u00fctzung durch Betreuung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das BeWo wird maximal 7 Stunden pro Woche bewilligt. Das BeWo ist ein Weg weg von der 24 Stunden Heimbetreuung hin zur Selbst\u00e4ndigkeit. Im Hilfeplan wird der Hilfebedarf ermittelt. Der Hilfeplan ist transparent f\u00fcr den Klient. Nur wer behindert oder von Behinderung bedroht ist, kann das BeWo bewilligt bekommen, es gilt im wesentlichen das SGB XII. Es gibt eine klare Grenze vom ambulanten BeWo zur gesetzlichen Betreuung. Das BeWo ist auch keine Putzhilfe, aber die Menschen werden angeleitet, selbst Ordnung zu halten. Nur bei Fremd- oder Eigengef\u00e4hrdung, falls eine Wohnung so verwahrlost ist, wird zwangsgehandelt.<\/p>\n<p>Zum Ende hin wurden \u00c4ngste vor Stigmatisierung ge\u00e4u\u00dfert, die eine Betreuung mitbringen k\u00f6nnen und es wurde gesagt, in wie weit z.B. ein Rollator eine Hilfe oder Stigma sein kann.<\/p>\n<p><b>Abschlussrunde:<\/b> Ein Stein wird in die Runde gegeben. Was lassen Sie hier, was nehmen Sie mit? Bedanken und Verabschieden der G\u00e4ste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 21.04.2010 von 19.00 \u2013 20.45 Uhr Protokollant\/in: Hr. 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