{"id":240,"date":"2009-12-16T17:29:03","date_gmt":"2009-12-16T15:29:03","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=240"},"modified":"2009-12-16T17:29:03","modified_gmt":"2009-12-16T15:29:03","slug":"psychose-partnerschaft-und-sexualitaet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=240","title":{"rendered":"Psychose, Partnerschaft und Sexualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 16.12.2009 von 19.00 \u2013 20.45 Uhr<\/p>\n<p>Protokollant\/in: Fr. Mischke<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums<\/p>\n<p><b>1.Gibt es Ratschl\u00e4ge\/Tipps, die Sie bzgl. Partnerschaft, Sexualit\u00e4t und Psychose erhalten haben? Waren diese Ratschl\u00e4ge hilfreich?<\/b><\/p>\n<p>Die Anwesenden berichten \u00fcber folgende Erfahrungen:<\/p>\n<p>1996 bekam jemand ein \u201eVerbot\u201c durch Mitarbeiter in einem Wohnheim dorteine Beziehung zu f\u00fchren. Weiter wird mitgeteilt, dass sich seitdem vieles ge\u00e4ndert habe und es viele Wohngruppen gebe, in denen viel mehr Freiheiten und Selbstbestimmung praktiziert werden.<\/p>\n<p>Es wird mitgeteilt, dass es in der Klinik oft schwierig sei das richtige Ma\u00df zwischen Selbstbestimmung und krankheitsbedingtem, selbst gef\u00e4hrdendem Verhalten zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Eine andere R\u00fcckmeldung war, dass Ratschl\u00e4ge zur Trennung mitgeteilt wurden da man mit einem psychisch erkrankten Partner nicht zusammenleben k\u00f6nne.<\/p>\n<p><b>2.Wie sind Sie damit umgegangen? Wie hat sich die Situation danach entwickelt?<\/b><\/p>\n<p>Oft waren die erhaltenen Ratschl\u00e4ge verletzend und ersch\u00fctternd f\u00fcr die Betroffenen. Trotzdem sind die Anwesenden ihren eigenen Weg gegangen und haben versucht diese Situation als Herausforderung zu sehen. Man hat diese Ratschl\u00e4ge wahrgenommen aber f\u00fcr sich selbst entschieden und ist zu einer anderen L\u00f6sung gekommen.<\/p>\n<p>\u201eWegrennen bringt nichts &#8211; man muss eine Entscheidung treffen.\u201c<\/p>\n<p>Diese Sichtweise hat dazu gef\u00fchrt, dass die Betroffenen etwas Positives aus der Situation entnehmen konnten und sehr viel \u00fcber sich, die Partnerschaft und das Leben lernen konnten. Es hat den Zusammenhalt der Partnerschaft gest\u00e4rkt und man hat sich weiterentwickelt.<\/p>\n<p>PAUSE ca. 5-7 Min<\/p>\n<p>Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse des ersten Teils<\/p>\n<p><b>3.Fragen an die eingeladenen G\u00e4ste (Fr. Romberg von Pro Familia) wurden wie folgt vorbereitet, jedoch konnten die G\u00e4ste nicht anwesend sein.<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Welche Auswirkungen k\u00f6nnen Medikamente z.B. Psychopharmaka auf die Partnerschaft und Sexualit\u00e4t haben?<\/li>\n<li>Gibt es auch andere Medikamente (au\u00dfer Psychopharmaka), die Auswirkungen auf die Partnerschaft haben k\u00f6nnen?<\/li>\n<li>Welche Faktoren kommen sonst hinzu z.B. mangelndes Selbstwertgef\u00fchl, oder zu wenig Aufmerksamkeit f\u00fcr den Partner etc.?<\/li>\n<li>Welche Auswirkungen haben Probleme auf eine Partnerschaft und das Selbstbewusstsein? Welche Erfahrungswerte gibt es aus der Praxis?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es wurde berichtet, dass das Bed\u00fcrfnis nach N\u00e4he und Sexualit\u00e4t schon vorhanden sei, aber \u201ees\u201c irgendwie nicht funktioniert. Das kann dazu f\u00fchren, dass das Selbstbewusstsein darunter leidet und der Druck (dem Partner gegen\u00fcber) w\u00e4chst.<\/p>\n<p><b>4.Was kann man tun um die Partnerschaft zu beleben und um eine bessere Sexualit\u00e4t zu haben?<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Die eigene Erwartungshaltung hinterfragen<\/li>\n<li>Wenn man merkt, dass ein Partner leidet muss man dazu bereit sein Kompromisse einzugehen<\/li>\n<li>Immer wieder versuchen neue Impulse in die Partnerschaft zu geben<\/li>\n<li>Offen sein<\/li>\n<li>Aufgeben den Anderen ver\u00e4ndern zu wollen<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>5. Themensammlung f\u00fcr das n\u00e4chste Halbjahr<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Literaturhinweis: Psychose + Partnerschaft, Helene und Hubert Beitler, Psychiatrie Verlag Bonn, 2000 ISBN-10-3884142550<\/li>\n<\/ul>\n<p>Abschlussrunde &#8211; ein Stein wird in die Runde gegeben: Was hat Ihnen diese Veranstaltung gebracht? (Was nehmen Sie mit? Was lassen Sie hier?) Verabschiedung und Bedanken bei den G\u00e4sten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 16.12.2009 von 19.00 \u2013 20.45 Uhr Protokollant\/in: Fr. Mischke Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums 1.Gibt es Ratschl\u00e4ge\/Tipps, die Sie bzgl. Partnerschaft, Sexualit\u00e4t und Psychose erhalten haben? Waren diese Ratschl\u00e4ge hilfreich? Die Anwesenden berichten \u00fcber folgende Erfahrungen: 1996 bekam jemand ein \u201eVerbot\u201c durch Mitarbeiter in einem Wohnheim dorteine Beziehung zu f\u00fchren. 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