{"id":201,"date":"2007-11-21T16:27:11","date_gmt":"2007-11-21T14:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=201"},"modified":"2007-11-21T16:27:11","modified_gmt":"2007-11-21T14:27:11","slug":"beschwerdemoeglichkeiten-in-den-rheinischen-kliniken-dueren-wo-kann-man-sich-beschweren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=201","title":{"rendered":"Beschwerdem\u00f6glichkeiten in den Rheinischen Kliniken D\u00fcren \u2013 Wo kann man sich beschweren?"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll des Psychoseseminars vom 21.11.2007 von 19.00 \u2013 21.15 Uhr<\/b><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums. Es ist Herr Doktor Grassnack Station 14 d RKD, Fr. Lemmer Qualit\u00e4tsmanagerin RKD und Fr. Quednau Ombutsfrau RKD zugegen.<\/p>\n<p>Vorstellung des Psychoseseminars und der Person der Moderatorin<\/p>\n<p><b>1.Warm up:<\/b><\/p>\n<p>Partner-Karteninterview (Jeder der mitmachen m\u00f6chte, interviewt seinen Nachbarn) mit der Frage: Welche Beschwerde haben Sie an die Klinik? Danach werden die Karten in einem Schlitzkarton gesammelt.<\/p>\n<p><b>2. Fr. Lemmer stellt ihren T\u00e4tigkeitsbereich vor.<\/b><\/p>\n<p>Sie ist Qualit\u00e4tsmanagerin in den RKD und m\u00f6chte damit bestehende Strukturen verbessern und optimal gestalten. Entscheidungen sollen so vorbereitet werden und Konzepte k\u00f6nnen weiterentwickelt werden. Dies betrifft z. B. das Anmelde- Ideen- und Beschwerdemanagement. Die Beschwerdebeauftragte sorgt f\u00fcr die Umsetzung der Audits. Es wurden blaue Briefk\u00e4sten auf den Stationen aufgeh\u00e4ngt, in denen Beschwerden aber auch Lob zu Papier gebracht werden kann. Fr. Lemmer sorgt f\u00fcr die Bearbeitung und Umsetzung der Beschwerden. Alle Klinikbereiche sollen zertifiziert werden.<\/p>\n<p><b>3. Fr. Quednau stellt ihren T\u00e4tigkeitsbereich vor.<\/b><\/p>\n<p>Sie ist die Ombutsfrau (Patientenanw\u00e4ltin) in den Rheinischen Kliniken D\u00fcren. Von ihr h\u00e4ngt ein Bild auf jeder Station und die Patienten k\u00f6nnen sich \u00fcber ihre Themen beschweren. Sie berichtet, dass sie Themen die z. B. um Medikation und rein \u00e4rztliche Themen handeln, nicht bearbeiten kann, aber die Informationen an den betreffenden Arzt weiter gibt. Sie berichtet \u00fcber den Etikrat der Klinik, in dem sie vertreten ist und an dem Patienten teilnehmen k\u00f6nnen. Es kommen mitunter Beschwerden \u00fcber die Fixierung. Dies sind jedoch Vorgaben vom Oberarzt.<\/p>\n<p><b>Nun werden die Beschwerden, die auf die Karten geschrieben wurden vorgelesen und unter die Personen (Fr. Lemmer. Fr. Quednau und \u00c4rzte) zugeordnet.<\/b><\/p>\n<p>Fr. Lemmer wurden die Beschwerden zugeordnet:<\/p>\n<ul>\n<li>Hygienische Zust\u00e4nde auf Station<\/li>\n<li>Zuwenig therapeutisches Personal vorhanden<\/li>\n<li>Mangelndes Therapieangebot f\u00fcr Menschen mit Psychose<\/li>\n<li>Mehr Geld f\u00fcr AT<\/li>\n<li>Bestrebungen zu Ambulanzen im Tagesklinikbereich (\u00dcberlastung d. Ambulanzen)<\/li>\n<li>Bei Straftaten wird die Polizei und die Betriebsleitung informiert<\/li>\n<li>Wie kann man den geschlossenen Klinikbereich transparent machen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Den \u00c4rzten Fr. Dr. Stenbock und Hr. Dr. Grassnack wurden nachfolgende Beschwerden zugeordnet:<\/p>\n<ul>\n<li>Fehlende Hilfestellung f\u00fcr Angeh\u00f6rige in der station\u00e4ren Behandlung<\/li>\n<li>Verweildauer ist in der Klinik manchmal zu lang<\/li>\n<li>Gezwungen werden wach zu bleiben<\/li>\n<li>Beim Arzt kann man sich \u00fcber Gewalt beschweren<\/li>\n<li>Aufkl\u00e4rung \u00fcber Medikamente und die Erkrankung<\/li>\n<li>Nach falscher Einsch\u00e4tzung der aktuellen Lebenssituation sofort Medikamente verordnen<\/li>\n<li>Angeh\u00f6rige werden manchmal ignoriert, nicht mit in die Behandlung mit einbezogen<\/li>\n<li>\u00c4rzteschaft hat zu wenig Zeit<\/li>\n<li>Was ist wenn die Chemie nicht stimmt?<\/li>\n<li>Man wird kaum wahrgenommen<\/li>\n<li>Angemerkt wird noch, dass es f\u00fcr 700 PatienInnen 65 \u00c4rzte und 460 Personen Pflegepersonal gibt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fr. Quednau wurden folgende Beschwerden zugeordnet:<\/p>\n<ul>\n<li>das ich das Handy auf der geschlossenen Station nicht benutzen darf<\/li>\n<li>Bei Gewalt kann man sich auch bei Fr. Quednau beschweren<\/li>\n<li>Ohne Freiwilligkeitserkl\u00e4rung wird gerichtlicher Zwang angedroht. Ist das N\u00f6tigung?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Gewalt (k\u00f6rperlich und seelisch) kann man sich beim Arzt, der Pflegekraft, den Besch\u00e4ftigungstherapeuten, Fr. Quednau beschweren. Seine Beschwerden kann man auf Formb\u00f6gen verschriftlichen und in die daf\u00fcr angebrachten Briefk\u00e4sten auf jeder Station einwerfen.<\/p>\n<p><b>4. Gibt es noch mehr M\u00f6glichkeiten sich zu beschweren?<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Direkt an den Arzt. Dieser bearbeitet so gut er kann und gibt den Rest weiter.<\/li>\n<li>Petitionen beim Petitionsausschu\u00df einreichen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Seitens Fr. Lemmer wird betont, dass viele Energien in die Umsetzung des Beschwerde-management gesetzt wird, weil es der Klinikleitung sehr wichtig ist. Fr\u00fcher hatte man sich in der Klinik weniger als Dienstleisterin verstanden, als heute. Diesbez\u00fcglich findet ein Wandel statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 21.11.2007 von 19.00 \u2013 21.15 Uhr Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums. Es ist Herr Doktor Grassnack Station 14 d RKD, Fr. Lemmer Qualit\u00e4tsmanagerin RKD und Fr. Quednau Ombutsfrau RKD zugegen. 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