{"id":195,"date":"2007-06-20T16:16:09","date_gmt":"2007-06-20T14:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=195"},"modified":"2007-06-20T16:16:09","modified_gmt":"2007-06-20T14:16:09","slug":"wendepunkt-psychose-psychose-und-alternative-zukunftsentwuerfe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=195","title":{"rendered":"Wendepunkt Psychose \u2013 Psychose und alternative Zukunftsentw\u00fcrfe"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll des Psychoseseminars vom 20.06.2007 von 19.00 \u2013 21.00 Uhr<\/b><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums. Es ist kein Arzt\/keine \u00c4rztin zugegen.<\/p>\n<p>Vorstellung des Psychoseseminars und der Person der Moderatorin ihrer Funktion.<\/p>\n<p><b>Warm up: Kartenabfrage<\/b><\/p>\n<p>1.Welchen Lebensentwurf, welches Lebensziel hatte ich, mein Angeh\u00f6riger oder Klient, bevor die Psychose in mein Leben trat?<\/p>\n<p>Zu dieser Frage ist ein Schild aus farbigem Karton vorbereitet worden, mit der <b>Aufschrift: \u201eLebensziele \u2013 Lebensentw\u00fcrfe vor der Psychose\u201c<\/b> Es werden Karten und Stifte verteilt. Es sollen 1-2 S\u00e4tze aufgeschrieben werden. Wer m\u00f6chte tr\u00e4gt seins vor und legt die Karte(n) dann auf den Boden.<\/p>\n<p>Es werden nachfolgende Gedanken dazu festgehalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich wollte so strukturarm wie m\u00f6glich leben<\/li>\n<li>Ich wollte nur mein Chaos leben, je chaotischer desto besser fand ich es<\/li>\n<li>Ich wollte meistens in der Opposition sein<\/li>\n<li>Mein Lebensziel war es mir Drogen und Geld zu beschaffen<\/li>\n<li>F\u00fcr mich war die Lebensplanung mit Familie und Kindern am wichtigsten<\/li>\n<li>Ich wollte Studium\/ Beruf durchziehen und Karriere machen<\/li>\n<li>Eine l\u00fcckenlose Lebensplanung war mein Ziel<\/li>\n<li>Optimismus war mein Lebensentwurf<\/li>\n<li>Ich wollte erfolgreich sein<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>2. Frage: Psychose und der Bruch: Was geschah in dieser Zeit? Woran erinnern Sie sich noch?<\/b><\/p>\n<p>Es wurde ein Schild mit der Aufschrift: <b>Wendepunkt Psychose<\/b> vorbereitet<\/p>\n<p>Darunter subsumierten sich nachfolgende Antworten von unterschiedlichen TeilnehmerInnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich bekam dann die Rente, das war mein Wendepunkt. Mehr Zeit haben.<\/li>\n<li>Meine Konzentrationsf\u00e4higkeit ver\u00e4nderte sich, ich konnte nicht mehr durchg\u00e4ngig lesen,<\/li>\n<li>Ich bin viel sensibler geworden, was ich als einen Vorteil empfinde<\/li>\n<li>Meine Informationsverarbeitung hat sich ver\u00e4ndert<\/li>\n<li>Stichwort Rapidation (Verschnellerung) Mein Leben war zuvor so schnell durch-organisiert gewesen, dass ich f\u00fcr Einzelheiten gar keinen Sinn und keine Zeit hatte. Ich bin nur von einem zum anderen Event gesprungen und gar nicht mehr zur Ruhe gekommen. Nun nach den Wendepunkt Psychose habe ich meine Lebensgeschwindig-keit verlangsamt.<\/li>\n<li>Ich habe gelernt mit Trauer anders um zu gehen, als vor der Psychose. In der Psychose sind einige sehr traurige Dinge f\u00fcr mich passiert, mein Job war weg, meine Lebensqualit\u00e4t war weg und ich musste viele Medikamente einnehmen.<\/li>\n<li>Ich habe einen anderen Umgang mit meiner Kreativit\u00e4t bekommen.<\/li>\n<li>Dazu lernen war immer meine Devise. Ich habe best\u00e4ndig dazu gelernt.<\/li>\n<li>Nach der Psychose habe ich erst besser reflektieren k\u00f6nnen, was mit mir geschehen war. Ich war w\u00e4hrend der Psychose dazu nicht in der Lage.<\/li>\n<li>Ich habe \u00fcber den Wert der Arbeit nachdenken k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Nach der Pause (5-7 Min) wird eine zweite Kartenabfrage gemach.<\/p>\n<p><b>3. Frage: Welche positiven Ans\u00e4tze haben Sie danach f\u00fcr sich gemacht?<\/b><\/p>\n<p>Vorbereitetes Schild: <b>positive Ans\u00e4tze<\/b><\/p>\n<p>Wer m\u00f6chte, lie\u00dft den Satz auf seiner Karte vor und legt die Karte anschlie\u00dfend auf den Boden.<\/p>\n<ul>\n<li>Ich kann nun meine Trauer anders erleben und verarbeiten<\/li>\n<li>Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht vermissen will und \u00fcber die ich einiges hinzugelernt habe.<\/li>\n<li>Ich bin intuitiver geworden, erlebe bewusster und das hat einen gro\u00dfen Wert f\u00fcr mich. Ich kann aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen und mich darauf verlassen.<\/li>\n<li>Nach der Psychose habe ich eine Frau kennen gelernt und die Beziehung klappt bis heute gut. Ich h\u00e4tte das nie gedacht.<\/li>\n<li>Meine Pers\u00f6nlichkeit hat sich ver\u00e4ndert und dar\u00fcber bin ich sehr froh.<\/li>\n<li>Mein Bewusstsein hat sich ver\u00e4ndert und das ist gut f\u00fcr mich.<\/li>\n<li>Mir ist klar geworden, dass meine F\u00e4higkeiten und mein Wissen nicht verloren gehen und ich nun nach dem Wendepunkt Psychose wieder daran ankn\u00fcpfen kann.<\/li>\n<li>Ich kann durch alles was passiert war nun meinem Leben viel mehr Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber bringen als zuvor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daran anschlie\u00dfend wird die Themensammlung f\u00fcr das 2. Halbjahr gemacht.<\/p>\n<p>Arbeitsergebisse waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Was ist Psychose?<\/li>\n<li>Psychose und die Borderline- Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/li>\n<li>Beschwerdem\u00f6glichkeiten in den Rheinschen Kliniken D\u00fcren<\/li>\n<li>Allgemeinmediziner und Psychose-Erfahrene<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 20.06.2007 von 19.00 \u2013 21.00 Uhr Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums. Es ist kein Arzt\/keine \u00c4rztin zugegen. Vorstellung des Psychoseseminars und der Person der Moderatorin ihrer Funktion. Warm up: Kartenabfrage 1.Welchen Lebensentwurf, welches Lebensziel hatte ich, mein Angeh\u00f6riger oder Klient, bevor die Psychose in mein Leben trat? 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