{"id":175,"date":"2006-03-15T15:41:33","date_gmt":"2006-03-15T13:41:33","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=175"},"modified":"2006-03-15T15:41:33","modified_gmt":"2006-03-15T13:41:33","slug":"wo-finde-ich-hilfe-hilfreiche-adressen-in-dueren-und-anderswo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=175","title":{"rendered":"Wo finde ich Hilfe? &#8211; Hilfreiche Adressen in D\u00fcren und anderswo"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll des Psychoseseminars vom 15.03.2006<\/b><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums und der Hinweis, dass im heutigen Seminar keine Begleitung einer \u00c4rztin oder eines Arztes sein wird.<\/p>\n<p>Zu Beginn stellt sich heraus, dass es Anwesende gibt, die nicht wissen, was eine Psychose ist.<\/p>\n<p>Es wird zusammen getragen, was man darunter verstehen kann:<\/p>\n<p><b>Was ist eine Psychose?<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Realit\u00e4tsverlust<\/li>\n<li>z. B. Stimmen h\u00f6ren<\/li>\n<li>Halluzinationen<\/li>\n<li>Verfolgungswahn (jemand bemerk, das es mittlerweile eine Menge Kameras gibt, die in der \u00d6ffentlichkeit aufgestellt wurden. Wenn man sich verfolgt f\u00fchlt, verst\u00e4rkt dies m\u00f6glicherweise die Wahnidee weiter)<\/li>\n<li>Anders erlebte Realit\u00e4t<\/li>\n<li>Denkst\u00f6rungen (S\u00e4tze nicht beenden bzw. neue Inhalte einbringen)<\/li>\n<li>Ist Traum im Wachsein<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Erkl\u00e4rungsversuche:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Gest\u00f6rter Gehirnstoffwechsel<\/li>\n<li>Gest\u00f6rter Elektolytehaushalt im Gehirn<\/li>\n<li>Gehirnverletzungen<\/li>\n<li>Schlimme Erfahrungen als Kind<\/li>\n<li>Bakterien<\/li>\n<li>Genetische (erbliche Disposition)<\/li>\n<li>Drogen k\u00f6nnen auch ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine Psychose sein. Es wird bemerkt, dass 25\u00a0% der Menschen mit Drogenkonsum keine Psychose entwickeln. 50\u00a0% sind gef\u00e4hrdet eine Psychose zu bekommen und 25\u00a0% der Menschen mit Drogenkonsum bekommen eine Psychose.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>1.Warm up<\/b><\/p>\n<p>Es wurde die Frage gestellt: Wobei brauche ich Hilfe?<\/p>\n<p>Jeder der m\u00f6chte hat nun die auch die Gelegenheit dar\u00fcber zu berichten: Wo bin ich auf andere Menschen und Hilfe angewiesen?<\/p>\n<p>Dazu wurde folgendes zusammengetragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hilfe bei der Findung von Normalit\u00e4t und alles was damit zusammen h\u00e4ngen k\u00f6nnte. Nach einem jahrelangen Aufenthalt in station\u00e4ren Einrichtungen berichtet dieser Mann, diene die Gratwanderung zur Findung der pers\u00f6nlichen Normalit\u00e4t der Weiterentwicklung seiner Pers\u00f6nlichkeit.<\/li>\n<li>jemand berichtet davon derzeit in der RKD untergebracht zu sein und es fehlen die pers\u00f6nlichen Kontakte nach Au\u00dfen. Die Einsamkeit wird als sehr gro\u00df empfunden. Der Besuch der Kontakt- und Beratungsstelle bringe da Abhilfe, in Kneipen und Cafe` w\u00fcrden keinerlei befriedigende Kontakte entstehen.<\/li>\n<li>jemand anders braucht Hilfe bei der Berufsfindung und Integrationshilfe f\u00fcr hochbegabt und psychisch Erkrankte. Dieser Mann beklagt, dass er zwar gut in der Lage ist 8 Stunden t\u00e4glich zu arbeiten, jedoch keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr sich sieht auf dem Arbeitsmarkt eine angemessene T\u00e4tigkeit zu finden. Hinzu kommt, dass er die Erfahrung gemacht hat, wenn er beim Arbeitgeber \u00fcber seine Erkrankung gesprochen hat, das dieser dann die Arbeit an jemand anders vergibt (Begriffe wie: h\u00e4ufige Krankzeiten und Unzuverl\u00e4ssigkeit werden genannt). Es gibt sog. Beruff\u00f6rderungswerke z. b. Michaelshoven (K\u00f6ln), die teilweise nicht in NRW sind oder das BTZ (Berufstrainingzentrum) in K\u00f6ln. Es gibt auch die M\u00f6glichkeit \u00fcber DEKRA oder TERTIA eine Berufsf\u00f6rderungsma\u00dfnahme zu absolvieren.<\/li>\n<li>als Angeh\u00f6rige eines psychisch erkrankten Sohnes wird nach den richtigen Verhaltensweisen im Umgang mit der Erkrankung gesprochen<\/li>\n<li>als Ehefrau eines psychisch erkrankten Mannes braucht eine Frau Hilfe dabei, wenn ihr Mann einen Schub bekommt, dann Haldol als Akut-medikament einnimmt und dann den Schub ausschl\u00e4ft. Wenn der Mann schl\u00e4ft, braucht er allenfalls jemand, der etwas aufpasst, falls er aufwacht. Vielleicht gibt es eine M\u00f6glichkeit beim Selbsthilfezentrum jemand zu finden, denn in der Familie sind die Hilfen mit der Zeit versiegt. Es war aber auch schon \u00fcber l\u00e4ngere Zeit die Nachbarin, die auf den Mann geachtet hat.<\/li>\n<li>Eine andere Angeh\u00f6rige berichtet, dass sie Hilfe ben\u00f6tigte, als ihr Sohn so schwer dekompensierte und auf sie losging. Jedoch wurde jede Hilfe von unterschiedlichen Systemen abgeblockt. Ebenso wurde keinerlei Aufkl\u00e4rung \u00fcber die psychische Erkrankung gegeben und auch keine Stellen empfohlen, wo Aufkl\u00e4rung gegeben wird. In diesem Zusammen-hang wird die Polizei, \u00c4rzte und Klinik gennant. Wo findet man denn nun Hilfe, wenn keiner helfen will? Es wird die Telefonseelsorge genannt, die einem Anlaufstellen nennen kann. Zudem kann in solchen F\u00e4llen das Ordnungsamt angerufen werden. Es wird sich f\u00fcr D\u00fcren jedoch insgesamt ein besseres Notfallsystem gew\u00fcnscht.<\/li>\n<li>Jemand w\u00fcnscht sich ein sch\u00f6nes Netzwerk mit Selbsthilfegruppe f\u00fcr Betroffene, Literaturlisten und Spezialkliniken. Es wird die Anregung gegeben, das sich eine Arbeitsgruppe zur Gr\u00fcndung eines Netzwerkes \u201ePsychose\u201c bilden k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>Jemand f\u00e4nde es bei der Suche nach einem Kompetenznetz hilfreich einen Adressenkatalog zu haben der sich um das Kompetenznetz \u201ePsychose\u201c dreht. Es wird in diesem Zusammenhang auch der Gedanke ge\u00e4u\u00dfert, dass nach dem \u201eB\u00fcndnis gegen Depression\u201c in drei Jahren ein \u201eKompetenznetz Psychose in D\u00fcren\u201c angeregt wird, denn die Unwissenheit \u00fcber den Bereich Psychosen ist gro\u00df.<\/li>\n<li>Im Seminar sind mehrere TeilnehmerInnen die mit schweren Depressionen zu tun haben. Es wird kurz \u00fcber das \u201eB\u00fcndnis gegen Depressionen\u201c gesprochen und das dazu eine Veranstaltungsreihe angeboten wird. Die Unterlagen werden denjenigen zugeschickt. Es wird die Abgrenzung zwischen Depression und Psychose gemacht und der Zusammenhang zwischen diesen hergestellt.<\/li>\n<li>Jemand anders m\u00f6chte Hilfe, wenn darum geht \u00fcber Medikamente zu sprechen. Hier wird zusammen getragen, dass es die M\u00f6glichkeit gibt, im Internet auf bestimmten Seiten (Internetadressen werden bereit gehalten \/ www.google.de Medikamentenname) die M\u00f6glichkeit des Austausches erh\u00e4lt. Es gibt auch sehr viel neuere Literatur, die sich mit dem Thema \u201eMedikamente\u201c auseinander setzten.<\/li>\n<li>Jemand berichtet davon Hilfe bei der Hausarbeit und der K\u00f6rperpflege von Zeit zu Zeit zu brauche. Es kommt der Hinweis, dass dieser Bereich der typische Arbeitsbereich des ambulanten Betreuten Wohnens ist. Wobei nach der Reform des ambulanten Betreuten Wohnens das Prinzip der Nachrangigkeit greift und Angeh\u00f6rige ersten Grades je nach H\u00f6he des Einkommen zur Mitfinanzierung heran gezogen werden.<\/li>\n<li>Hilfe kann man auch bekommen beim Facharzt oder der Psychiatrischen Klinik.<\/li>\n<li>Bei Beschwerden kann man sich an den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V. wenden.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 15.03.2006 Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums und der Hinweis, dass im heutigen Seminar keine Begleitung einer \u00c4rztin oder eines Arztes sein wird. Zu Beginn stellt sich heraus, dass es Anwesende gibt, die nicht wissen, was eine Psychose ist. 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